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Freitag, 25. Oktober 2013

Ökohipsterveganer Teil 2

Mein Cousin ist jetzt auch Vegetarier geworden.
Hätte ich nie gedacht von dem!
Aber Respekt, irgendwie.
Was mich an den Rand der Verzweiflung bringt, ist nur die Tatsache, dass ihm die Anderen egal sind.
Er zieht es durch.
Für sich!
Kein Statement der Bekehrung. Nix.
Hätte ich nie gedacht von dem!
Aber Respekt!

In mir sprudeln die ungeklärten Fakten, Halbwahrheiten und dreisten Ernährungslügen hoch:
"Aber der Mensch hat doch schon immer Fleisch gegessen", denke ich mir, während ich meinen vegetarischen Demeter Brotaufstrich aus dem Kühlschrank hole.
Gut der Mensch hat auch aufgehört in Höhlen zu wohnen oder in die selbigen zu kacken.
Also warum habe ich Angst? Warum rechtfertige ich mich immer vor mir selbst ohne Notwenigkeit?





Würde ich, wenn andere auch würden?
Ich denke zurück an den Typen aus dem Biomarkt. Ganz gesund sah der nicht aus.
Liegt es an seiner Ernährung?
Mangelerscheinungen?
"Mir mangelt es an nichts", denke ich so bei mir, während ich in den Spiegel schaue und mein Doppelkinn streichle.
Ist es also eine Entscheidung für sich? Eine für die Welt?
Ein bisschen Heldentum würde mir auch gut stehen.
Aber ist das alles?

Kann wirklich etwas passieren oder sich gar verändern, nur weil Einer es anfängt?
Würde der Typ vom Biomarkt, wegen mir nicht mehr dort einkaufen, wenn er wüsste, dass die dort ihre Angestellten so schlecht bezahlen? Würde der Chef des Biomarktes darauf reagieren und seinen Angestellten mehr bezahlen nur weil wir zwei das fordern?
Die Wahrheit ist ja, dass ich gerne da einkaufen gehe.

Und würde ich etwas ändern, wenn mich jemand von der Notwendigkeit der Veränderung überzeugt?
Wohl nicht.

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Danke das du deinen Senf dazu gibst....