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Mittwoch, 18. Dezember 2013

Jetzt im Kino: "CARRIE"

Wenn ein Film direkt von jedem Kritiker richtig auf den Hintern bekommt, ist man sicherlich voreingenommen.
Ich habe, bevor ich den Film sah, schon Sätze gehört oder gelesen wie:
"Schlechtes Remake", "unglaubwürdige Schauspieler", "nicht wirklich Horror", "vorhersehbar".

Wenn man natürlich im Foyer noch versucht, all diese Kritiken wie Falten aus einem Hemd zu bügeln, sich Zuversicht zuspricht und eine extra große Portion Popcorn bestellt, um dann doch enttäuscht zu werden... Ja, das ist dann irgendwie blöd!

Carrie hat es nicht leicht im Leben. Von einer strenggläubigen Mutter erzogen, leidet sie sehr unter dem Druck der auf ihr lastet. Ihre Kleidung, ihr Auftreten und ihre Art machen sie in der Schule zum Aussenseiter.
Eines Tages, angespornt von ihrer inneren Wut, merkt Carrie, dass sie über telekinetische Kräfte verfügt und versucht diese zu kontrollieren.
Diese neu entdeckte Kraft veranlasst das junge Mädchen, etwas mutiger im Umgang mit ihren Mitschülern zu werden und auch gegen ihre Mutter setzt sie sich durch, als sie zum Abschlussball eingeladen wird.
Doch auch auf dem Abschlussball wird sie wieder enttäuscht und entfesselt dort ihre ganze Wut und nimmt Rache an denen, die ihr über Jahre Leid angetan haben.



Die Geschichte ist zu vorhersehbar und ein echter Horror-Freund wird bei diesem Gruselfaktor eher gelangweilt werden. Hätte man die Beziehung zwischen Mutter und Tochter nicht einfach nur dahinplätschern lassen, sondern wäre darauf besser eingegangen, hätte aus "Carry" vielleicht ein Horror-Drama werden können.
So ist die Geschichte zu einfach gestrickt und langweilt schnell. Effekte und eine Julianne Moore die Carrys Mutter spielt, halten einen über die 100 Minuten wach.
Der Film ist einfach zu sehr auf Krawall gebürstet, wo man sich lieber auf Details konzentriert oder eine vernünftige Vorgeschichte geboten hätte.

Unser Fazit: Eine Dramaturgie des Horrors gibt es nicht und auch die gut gespielten Hauptcharaktere, können darüber nicht hinwegtäuschen.
"Carrie" lohnt sich eher nicht für einen Kinobesuch. Wer diesen Film sehen will, kann getrost auf die DVD-Erscheinung warten oder sich die alten Filme ansehen (1976 bzw. 2002), die sich schon am Romandebüt von Stephen King nicht leicht getan haben.


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Danke das du deinen Senf dazu gibst....