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Montag, 21. April 2014

Fünf Dinge die Sterbende am meisten bedauern...

Fünf Dinge die Sterbende am meisten bedauern


Es gibt keinen Reset-Knopf:


Um es gleich am Anfang zu sagen: dieser Beitrag hat drei Einflüsse!
Zuerst durfte ich von meiner Blogger-Kollegin Ilona www.ilonarennt.de ein Posting lesen, dass bereits bei ihr beflügelte Inspiration von einem anderen Blogbeitrag enthielt.
Scheinbar beschäftigt sich der Mensch im Moment wieder mehr damit "was eigentlich ist oder hätte gewesen sein können, wenn man selbst nicht mehr ist".

Der zweite Einfluss für diesen Text lieferte Bronnie Ware die ein Buch mit dem Titel:
"The Top Five Regrets of the Dying"  geschrieben hat.
Die Palliativpflegerin Bronnie, die täglich mit todkranken Menschen zu tun hat, beschreibt in ihrem Buch fünf immer wiederkehrende Wünsche, die Menschen ihr mitteilten, die kurz vor dem Tode standen.

Der dritte und letzte Teil, der diesem Text etwas beitragen soll, ist schlicht und ergreifend aus meinem eigenen Leben. Die Idee entstand aus den ersten beiden beschriebenen Einflüssen. Jedoch möchte ich heute ausnahmsweise mal etwas persönlicher werden.

Hier sind die fünf Dinge, die Sterbende am meisten bedauern und die ich bereit bin, bereits jetzt in meinem Leben grundlegend zu verbessern oder zu verändern!



"Ich wünschte, ich hätte mir erlaubt, glücklicher zu sein"


Ich bin als Atheist geboren. 
Nicht wie die meisten Menschen, die irgendwann der Religion dem Rücken kehren und aus der Kirche austreten.
Ich wurde ohne Glauben erzogen und wuchs rein "wissenschaftlich" auf. 
Mit der Gewissheit "es gibt keinen RESET-Knopf" aber auch mit der Bürde, kaum eine kindliche Hoffnung oder Zuversicht im Glauben gefestigt zu wissen. 
Ich werde in wenigen Tagen 30 Jahre alt, habe einen Job, ein Dach über dem Kopf und eine Frau an meiner Seite, die ich auch in diesem Jahr noch heiraten werde. 
Dennoch plagen mich viel zu oft Sorgen und Nöte, die vielleicht gar nicht existenziell sind.
Ich wünsche mir bereits heute, dass ich es mir selbst erlaube, jeden Tag glücklich zu sein und dass ich Hoffnung habe für dieses Leben und vielleicht auch für ein Weiteres...


"Ich wünschte mir, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden aufrechterhalten"


Freundschaften sind für mich sehr wichtig. Auch wenn ich an einer Hand abzählen kann, wer im Heute und Jetzt wirklich zu meinen echten Freunden zählt. 
Soziale Kontakte werden dank "Sozialen Netzwerken" mit "gruscheln" und "stubsen" abgearbeitet, anstatt mit: "wie geht es dir". 
Ich gebe es selbst ungern zu, aber es ist die Wahrheit: auch ich hänge weniger mit Freunden in der Bar ab, sondern habe meinen "Hangout" zunehmend bei Google+.

Heute geht ALLES und doch NICHTS!  
Ich kann mit jedem Vollpfosten der Welt kommunizieren, jedes zweite Haustier hat ein Facebook-Profil und jeder Depp hat zu allem eine Meinung. 
Statt Meinungsaustausch von Angesicht zu Angesicht gibt es ein "Retweet" bei Twitter. 
Anstatt Lob und Kritik gibt es Kommentare und "Gefällt-mir-Buttons".
Das ist nicht das was ich will. 
Wenn ich darüber nachdenke wie ich es schaffe, den Kontakt zu meinen Freunden aufrecht zu erhalten, dann nicht auf diese Weise. 
Lasst uns etwas ausmachen, gern auf einem der Portale oder Apps, aber dann möchte ich euch sehen und euch treffen im wahren Leben. Ich möchte dir ins Gesicht sehen und nicht einen Monitor und dein Lachen soll mir direkt ins Ohr gehen und nicht entlang der Datenkabel aus einem Lautsprecher dröhnen. 
Das wünsche ich mir!

"Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle auszudrücken"

Wer den Titel dieses Blogs ließt und vermutet, dass nur Unsinn mein Leben bestimmt, dass alles leicht ist und die Beiträge hier mein echtes Leben widerspiegeln, der täuscht sich. 
Sehr oft habe ich mir überlegt noch einen weiteren Blog ins Leben zu rufen, weil ich dachte, dieses und jenes Thema passt hier nicht rein. 
Doch mittlerweile habe ich diesen Gedanken wieder verworfen und habe kein Problem damit, auch Gefühle auszudrücken die nicht zur Erheiterung dienen. Ich gehe ja schließlich auch nicht zum Lachen in den Keller oder bete nur in der Kirche oder schlafe nur im Bett. 
Könnt ihr mir folgen? 
Gefühle sind keine Maske die man sich anzieht, nichts das man sich übersteift wie ein teures Schmuckstück. 
Heute habe ich mehr Mut dazu, meinen Gefühlen freien Lauf zu lassen, als es noch vor ein paar Jahren der Fall war. Mittlerweile habe ich die Menschen in meinem Umfeld abgeklopft und weiß genau, wem ich von meiner Gefühlslage etwas erzählen kann.
In erster Linie ist das meine Freundin. 
Dafür bin ich dankbar! 

"Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet"

Es würde den Rahmen sprengen, wenn ich jetzt genau ins Detail gehen würde. 
Nur soviel sei gesagt: beruflich setzten wir beide, meine Freundin und ich, einiges in dieses Jahr 2014 um. 
Denn wir beide haben den Wunsch, wie viele Menschen, uns finanziell verbessern zu können. 
Da wir im Moment Wochenstunden von bis zu 50-60 Stunden Arbeit vor uns hinschieben, ist dies auch dringend nötig. 
Mehr Geld zu verdienen ist nicht unser Hauptgrund, sondern vielmehr, dass wir diese Arbeit gemeinsam ausüben können. Somit können wir auch unsere gemeinsame Freizeit besser planen. 
Verplant haben uns bisher immer Andere. 
Ich wünsche mir heute, dass ich nicht so viel arbeiten müsste. Doch ich sehe in diesem Jahr eine sehr gute Chance dies zu ändern. Wir können uns verbessern in jeglicher Hinsicht, um so mehr erfüllte Zeit miteinander verbringen zu können.

"Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben"


Ich wünsche mir Freiheit und Selbstbestimmung. 
Durch Erziehung, die Gesellschaftsschicht in der man groß geworden ist, durch die Schule und viele weitere Bereiche des Lebens, glaube ich, kann man positiv wie auch negativ geprägt werden
Wer in der Jugend schon immer wenig Zuspruch durch die Eltern erlebt hat, kaum lobende Worte oder Aufmunterungen, der wird es auch später schwer haben. 
Auch ich habe immer wieder Dinge gehört wie: "Wer viel verdienen will muss hart arbeiten" oder "für Träumereien hast du Nachts noch genug Zeit". 
Heute kann ich sagen, dass das "Potenzial" niemals ausgeschöpft sein kann. 
Jeder Mensch ist zu allem im Stande. Positiv wie negativ! 
Das was man mir früher nicht zutraute oder mich nicht selbstständig machen ließ, ist heute ein Teil meiner Arbeit. Damit verdiene ich Geld und erwirtschafte meine eigenen Träume. 
Trotzdem fehlt mir allein der Mut. Auch hier kann ich nur wieder meiner Freundin danken, die mir immer wieder Mut zusprach und gegebenenfalls einen Arschtritt verpasste. 
Sie ist die wilde Entschlossene und ich der planende Stratege - dass macht uns gemeinsam mutig und zielstrebig. 
Dank ihr, lebe ich mein eigenes Leben! 


Das soll keine Blogparade werden, aber ich würde mich freuen, wenn auch ihr etwas zu den "Wünschen" aufschreiben würdet. Ob als eigenständiger Blogbeitrag oder hier in den Kommentaren. 
Solltet ihr Lust darauf haben, lasst es mich wissen...


Kommentare:

  1. Von diesem Buch habe ich schon vor einiger Zeit gehört.
    Und ich muss sagen, keiner dieser Sätze würde aus meinem sterbenden Mund kommen.

    Ein Lob an deine Freundin für die Arschtritte. Und ein Dank für den Link.
    Dein Beitrag und deine damit verbundene Offenheit und Ehrlichkeit sind erste Sahne.



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  2. Ach ja meine Domain heißt www.ilonarennt.de ;)

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    1. Man sollte gesetzte Links immer nochmal testen, nicht wahr? ;-) GEÄNDERT!

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  3. Du hast Recht, man sollte stets versuchen das beste aus seinem Leben rauszuholen, man kann nie wissen wanns vorbei ist... ich glaub ich hole mir jetzt dieses Buch :D

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  4. Achja: du hast mich zu einem ähnlichen Beitrag inspiriert, deshalb habe ich auf dich verwiesen, hoffe das geht klar ansonsten bitte melden, danke für den oder das Input!! :D

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    1. Klar geht das klar! Der Input stammt bei mit von Ilona und auch sie hat es von einem anderen Blog. Ist ja wie bei der Bildzeitung hier, jeder schreibt beim Anderen ab ;-)

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    2. Sind wir jetzt sowas wie ne Blog-Gang? :D

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  5. Dein Beitrag hat mich ein wenig zu nachdenken gebracht, deshalb hab ich mal die "Wünsche" aufgegriffen und was dazu auf meinem Blog geschrieben. Du bist selbstverständlich verlinkt. Wenn das nicht ok ist sag Bescheid :)
    Liebe Grüße

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  6. Nun ja, laut einem Lehrer von mir beruhen die meisten Probleme, die die Menschen heutzutage mit sich herumtragen, dass Probleme ständig auf die nächste Generation abgeschoben werden und das nicht nur im großen Ausmaß wie bei der Umwelt, sondern auch darin, dass Eltern, die ihr eigenes Leben nicht leben durften, unbedingt wollen, dass ihre Kinder das tun, was sie selbst eigentlich verpasst haben... und so weiter. Und dass viele Menschen die Dinge, die sie tun wollen, nicht tun, weil sie zu viel Angst davor haben, später keine Geld mehr zu haben, arm zu sterben etc. pp.
    Ich bin fünfzehn, aber ich will nicht nach dem Abi bloß studieren und dann einen beruf lernen, weil es für mich auch eine Bedeutung hat, einmal vollkommen verrückte Dige zu tun. Und meine Freundin, die Musicaldarstellerin werden will und von ihrer Familie ständig ausgebremst wird...

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Danke das du deinen Senf dazu gibst....